Sparen durch mehr Effizienz: Energiemanagement in kommunalen Liegenschaften

Für Kommunen wird es beim Betrieb öffentlicher Liegenschaften wie Schulen, Kindertagesstätten, Verwaltungsgebäuden, Sporthallen oder Schwimmbädern immer wichtiger, Kosten zu senken und Energie einzusparen. Zum einen belasten steigende Energie- und Wasserkosten zunehmend den öffentlichen Haushalt. Zum anderen rückt das Erreichen der energiepolitischen Zielsetzungen im Landkreis Bamberg ohne eine Steigerung der Energieeffizienz im Bereich der öffentlichen Gebäude in weite Ferne.

Um Einsparpotentiale bei kommunalen Liegenschaften zu nutzen empfiehlt die Regionalwerke Bamberg GmbH den Kommunen im Landkreis Bamberg die Einführung eines kommunalen Energiemanagements (KEM). Alle praktischen Erfahrungen zeigen, dass der größte Teil der Einsparungen, die ohne teure Investitionen möglich sind, erreicht werden kann, wenn die Bereiche Organisation, Technik und Nutzer integrativ zusammengeführt werden. Daher sollte das Energiemanagement ein wichtiger Bestandteil der kommunalen Gebäudewirtschaft in jeder Gemeinde werden.

Das kommunale Energiemanagement ermöglicht bereits durch die kontinuierliche Überwachung des laufenden Betriebs Einsparmöglichkeiten zu erschließen und zeigt weitergehende Schritte zur Optimierung auf. Es erlaubt eine genaue Verbrauchskontrolle sowie eine schnelle Reaktion auf Störungen. Wichtig ist die regelmäßige Erfassung der Verbrauchsdaten durch geschultes Personal. Für den Erfolg des kommunalen Energiemanagements ist es daher maßgeblich, die verantwortlichen Personen zu integrieren, zu schulen und zu motivieren.

Die klassische Herangehensweise für ein KEM besteht aus folgenden Schritten:

  • Regelmäßige Verbrauchsdatenerfassung: möglichst monatliche Zählerablesung von Wärme, Strom und Wasser
  • Bewertung der Daten über Vergleichsmethoden: Datenauswertung, SWOT-Analyse (Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken), Besonderheiten erkennen und reagieren
  • Handlungsbedarf feststellen: für nutzerbedingtes Verhalten und bestehende Gebäude
  • Konkrete Maßnahmen festlegen: Termine und Zuständigkeiten festlegen, geringinvestive Maßnahmen und Investitionsentscheidungen
  • Jährlicher Energiebericht

Das kommunale Energiemanagement ist zunächst für drei Jahre förderfähig. Es ist jedoch nur langfristig wirksam, wenn es auch nach Ablauf der Förderperiode als fortlaufender Prozess in der Kommune wahrgenommen wird.

Der Freistaat Bayern unterstützt die Kommunen bei der Einführung eines Kommunalen Energiemanagements im Rahmen des CO2-Minderungsprogramms für kommunale Liegenschaften mit bis zu 40 %.

Logo klimaallianz