Bürgerwindpark Heiligenstadt-Brunn scheitert an „10 H“

Der Bürgerwindpark, den die Regionalwerke Bamberg, die Stadtwerke Bamberg und die Stadtwerke Ebermannstadt gemeinsam in Heiligenstadt errichten wollten, bekommt aufgrund der geänderten Abstandsregelung für Windkraftanlagen in Bayern, der so genannten 10-H-Regelung, keine Genehmigung.

Am 20. März erreichte die Regionalwerke der Bescheid, in dem die Erteilung eines Vorbescheides für die Errichtung von vier Windenergieanlagen im Ortsteil Brunn abgelehnt wird. Grund hierfür ist die am 21.11.2014 in Bayern in Kraft getretene Änderung der Bayerischen Bauordnung, in der Windkraftanlagen zur Wohnbebauung einen Abstand vom 10-fachen ihrer Höhe einhalten müssen. Da diese Abstandregelung auch für die geplanten vier Windkraftanlagen innerhalb des rechtskräftigen Windkraftvorranggebietes gilt, ist der Bau des Bürgerwindparks ohne Mitwirkung des Marktes Heiligenstadt nicht möglich.

Nach dem Ratsbegehren in Heiligenstadt im Juli 2014 hatte sich der Aufsichtsrat der Regionalwerke Bamberg mit großer Mehrheit für die Realisierung des Bürger-windparks in reduzierter Form ausgesprochen. Der Antrag auf einen Vorbescheid war daraufhin am 8.9.2014 beim Landratsamt Bamberg als zuständiger Genehmigungsbehörde eingereicht worden. Im bestehenden Windvorranggebiet im Heiligenstädter Gemeindeteil Brunn sollten auf einer Fläche von 40 Hektar vier Windenergieanlagen der 3-Megawatt-Klasse errichtet werden. Diese „kleine Version“ des Bürgerwindparks wurde ausschließlich auf der seit September 2014 rechtskräftigen Vorrangfläche 139 geplant.

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